Outbound Marketing ist out – aber warum eigentlich?

Lesedauer: 4 Minuten
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Dennis Hüttner
Waterproof Web Wizard, Member of the Unicorn Squad

Als Marketing Spezialisten setzen wir für unsere Kunden auf Inbound-Marketing, denn das ist heutzutage für viele Unternehmen einfach die clevere Wahl. Doch warum ist Outbound Marketing out und nicht mehr im Trend? Dies verraten wir in diesem Artikel und gehen außerdem darauf ein, wie ihr Marketing neben einer großen Reichweite auch Kunden generiert

Was genau ist Outbound Marketing?

Schon gewusst? Vor der Einführung des privaten Rundfunks und der heutigen Vielzahl von TV-Sendern, genau gesagt in den 80ern, schauten Verbraucher pro Tag circa 650 bis 850 Werbebotschaften an. Unbewusst, versteht sich. Zu Beginn der 2000er waren es schon 2.000 bis 3.000 und durch den Einzug der Internet-Werbung erhöhte sich die Zahl ab 2006 auf 5.000. 

Diese Flut an Werbung grenzt schon fast an Zumutung und hat sich in den letzten 18 Jahren vervierfacht. Doch niemand kann diese Werbung bewusst konsumieren. Dadurch stört sie nicht nur, sondern verpufft und verfehlt damit ihren eigentlichen Zweck. Die bedeutet jedoch auch, dass die Werbung jedes Jahr wertloser wird. Übrigens: Die Werbeblindheit tritt angeblich bereits bei einer Dosis von 3.000 bis 5.000 Werbebotschaften pro Tag und Konsument ein. 

Heute werden wir mit circa 10.000 bis 13.000 Werbebotschaften bombardiert. Sie schauen Ihre Lieblingsserie – zack, Werbung. Sie streamen via YouTube – zack, ein Werbeblock samt dauernd-lächelnden Influencern. Eine unbekannte Nummer ruft an, Sie heben ab und man versucht Ihnen etwas aufschwatzen … Ja, das alles ist Outbound Marketing in seiner nervigsten Form. Dabei sollten die Marketing-Spezialisten doch eigentlich wissen, dass negative Emotionen in Verbindung mit der eigenen Marke eher schaden, als nutzen.

Zum typischen Outbound Marketing gehören:

  • TV-Werbespots & Kinowerbung
  • Zeitungsanzeigen & Printanzeigen
  • Radiowerbung
  • Plakate
  • Kaltakquise am Telefon
  • Messen
  • Newsletter-Versand
  • Postwurfsendungen
outbound marketing messen

Warum wird Outbound Marketing als veraltet angesehen? 

Outbound-Marketing wird als veraltet betrachtet, da Unternehmen ihre Zielgruppe auf unterschiedlichen Kanälen erreichen wollen und das teils mit aggressiven Methoden. Bei der Definition des Outbound-Marketings sprechen Experten daher vom sogenannten „werbenden Unternehmen, das sich dem potenziellen Kunden hinwendet”.

Doch das Outbound Marketing hat gravierende Nachteile: Der ROI, also der „Return of Investment”, kann nicht genau gemessen werden. Zudem ist die Erfolgsquote eher gering, im Kontrast zu den hohen Kosten. Außerdem gibt es immer mehr Menschen, die Ad-Blocker sowie Spamfilter nutzen und dadurch die Werbung einfach ausschalten. 

Was genau ist Inbound-Marketing?

Der größte Unterschied zwischen Inbound- und Outbound Marketing ist der, dass der Kunde ohne Zwang auf das Unternehmen aufmerksam werden soll. Er soll es natürlich auffinden und während er nach Produkten oder Dienstleistungen sucht. Das Unternehmen ist dadurch nicht mehr der Bittsteller wie beim Outbound Marketing, sondern wird zum „Retter in der Not”.

Damit das genau so eintritt, werden potenzielle Kunden beim Inbound-Marketing mit hilfreichen Inhalten, dem sogenannten Content-Marketing angelockt und damit auf das Unternehmen aufmerksam gemacht. Ein Beispiel: Sucht der Kunde nach einem Rezept für eine Geburtstagstorte, kann er diese auf der Website eines Backwarenherstellers finden. Subtil wird er mit der Marke vertraut gemacht, ohne dass ihm ein Kauf aufgedrängt wird. Kunden werden respektiert und wertgeschätzt und fühlen sich dadurch nicht als „Cash-Cow”. 

Vor allem bei der Online-Vermarktung findet man hauptsächlich Inbound Lösungen und Herangehensweisen, weshalb gerade in diesem Bereich Outbound Marketing mehr und mehr aus der Mode gerät. Gängige Formen des Inbound-Marketings sind zum Beispiel:

Warum ist Inbound-Marketing heutzutage so erfolgreich?

Outbound Marketing ist alt und das hat den Nachteil, dass wir uns an viele Formen und Arten der traditionellen Werbemaßnahmen gewöhnt haben. Wir blenden die nervigen Werbebotschaften einfach aus. Oder wie ist Ihr Verhalten in der ersten Werbepause? Schauen Sie auch instinktiv aufs Handy, gehen zur Toilette oder zum Kühlschrank? 

Man weiß mittlerweile, dass ca. 30 % der Werbespots ignoriert werden. Outbound-Werbemaßnahmen werden vom Nutzer oftmals als störend und aufdringlich empfunden. Und seien wir hier mal ehrlich, sie sind es auch. Damit verlieren die Maßnahmen immer mehr ihren Reiz. Was vor 5 bis 10 Jahren noch attraktiv war, ist heute längst nicht mehr zeitgemäß.

Inbound-Marketing hat folgenden Vorteil: Es nutzt die Strategie des Outbound-Marketings und vermischt diese mit guten Inhalten. So zählt man bezahlte Werbeanzeigen heute zu den Inbound-Marketing-Maßnahmen, weil sie gezielt auf die Zielgruppe ausgerichtet werden können. Und damit hebelt man einen gewaltigen Nachteil des Outbound Marketings aus: die Langsamkeit, um Kunden zu werben und Produkte zu verkaufen. Gleichzeitig stärkt es die Transparenz der Maßnahmen: Käufe lassen sich dank Tracking von Links leichter zuordnen. 

Inbound- und Outbound Marketing kombinieren – 4 Beispiele:

  1. E-Commerce Kunden werden über SEO, also Suchmaschinenoptimierung, gewonnen. Das ist Inbound-Marketing. Allerdings geraten viele Shops in Vergessenheit. Ein Brief oder eine Postkarte lässt die Erinnerung wieder aufblühen.    
  2. Statt auf Radio-Spots zu setzen, können Sie auf Podcasts werben. Das Gute: Die Hörer interessieren sich bereits für den Inhalt des Podcast (Inbound) und nehmen Werbung wohlwollender auf. Zudem kann man eine Verlosung starten (Outbound) und den Hörern damit sogar noch eine Freude machen. Streuverlust: Sehr gering und dank der Links in den Shownotes messbar. 
  3. Veranstalten Sie ein virtuelles Event und kontaktieren Sie die Teilnehmer direkt nach dem Event mit einer E-Mail-Sequenz (Outbound). Hier können wunderbar aktuelle Angebote zum Eventthema angeteasert werden – hier aber nicht zu aufdringlich vorgehen.
  4. Um Streuverluste beim Outbound Marketing zu minimieren, sollten lokale Unternehmen auf Local SEO setzen. Genauso wie bei der klassischen Werbung lassen sich Werbemaßnahmen auf einen Ort beschränken und helfen dadurch die Zielgruppe lokal und direkt anzusprechen. Ebenso gilt das für Radio- und Fernsehspots. Ein Vorteil gerade für kleine und mittlere Unternehmen mit niedrigen Werbebudgets.

Wie wir, von Waterproof Web Wizard, weiterhelfen können!

Nachdem Sie sich nun etwas mehr mit Inbound- und Outbound Marketing beschäftigt haben, haben Sie vielleicht festgestellt, dass modernes Inbound-Marketing so vielseitig ist, dass es kaum allein zu bewerkstelligen ist. Und genau hier können wir Ihnen weiterhelfen. Wir haben uns vor allem auf folgende Punkte spezialisiert:

  • Suchmaschinenoptimierung – SEO 
  • Local SEO
  • Technisches SEO
  • SEO Audit
  • Google AdWords / PPC 

Viele Agenturen verwenden immer noch eine Musterlösung für alle Kunden – Sie und Ihr Business einfach abgearbeitet, ohne Rücksicht auf Ihre spezifischen Bedürfnisse zu nehmen. Wir verfolgen hier aber einen komplett anderen Ansatz.

Wir arbeiten mit Ihnen zusammen einen individuellen Plan aus, damit Sie Ihren Wettbewerbern immer eine Nasenlänge voraus sind. Gleichzeitig helfen wir Ihnen, maßgeschneiderte Online-Marketing-Kampagnen für Ihr Unternehmen zu erstellen. Schauen Sie gerne auch auf unsere Kundenfeedbacks! Telefonisch erreichen Sie uns unter der +49 751 95899217 oder Sie schreiben uns über unser Kontaktformular.

Über den Autor

Dennis Hüttner
Waterproof Web Wizard, Member of the Unicorn Squad
Dennis ist ein Webentwickler, der es liebt, zu programmieren und zu innovieren. Er hat eine große Leidenschaft für digitales Marketing und liebt es, Unternehmen durch Online-Marketing zu helfen, zu wachsen. Dennis ist Ehemann und Vater und verbringt seine Freizeit im Fitnessstudio oder mit der Planung des nächsten Projekts.
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[…] früh genug, lässt sich damit auch der eigene USP definieren und sowohl im Inbound-Marketing, im Vertrieb, dem Kundenservice und der Produktentwicklung […]

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